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Weihnachtsprojekt 2008: SOS-Nothilfe für Darfur

SOS-Mitarbeiter betreuen schwer traumatisierte Kinder im Flüchtlingslager Abu Shok

Viele sind nur knapp dem Tod entkommen, einige mussten mitansehen, wie ihre Eltern oder nahe Verwandte getötet wurden. Die Opfer des Bürgerkriegs im westsudanesischen Darfur sind vor allem auch Kinder. In dem riesigen Flüchtlingslager Abu Shok betreuen SOS-Mitarbeiter schwer traumatisierte Mädchen und Jungen.


Die Tagesstätte des Nothilfe-Zentrums betreut elternlose Flüchtlingskinder - Foto: L. El-Elaimy

Der grausame Bürgerkrieg in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur tobt seit 2003. Trotz des Friedensabkommens von 2006 wird nach wie vor gekämpft und gemordet. Die Massaker haben bislang mehr als 200.000 Todesopfer gefordert. Bis zu 2,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht - die Hälfte davon sind Kinder. In dem riesigen Flüchtlingslager Abu Shok nahe El Fashir werden derzeit etwa 54.000 Menschen, so die offiziellen UN-Zahlen, von verschiedenen Hilfsorganisationen versorgt.


Jeder zweite Flüchtling in Darfur ist ein Kind - Foto: R.Pichler

Betreuung für 630 Kinder

Seit Ende 2004 betreuen SOS-Mitarbeiter in Abu Shok schwer traumatisierte Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder sexuell missbraucht wurden. Drei SOS-Nothilfe-Zentren bieten medizinische Versorgung, psychotherapeutische Begleitung sowie Beratung durch Sozialarbeiter. Die Zelte der Nothilfe-Zentren beherbergen auch eine Kindertagesstätte. Kinder werden dort nicht nur medizinisch und psychotherapeutisch versorgt, SOS-Mitarbeiter unterstützen sie auch bei Schulaufgaben und vermitteln ihnen Basiswissen über Gesundheit und Hygiene. Insgesamt betreuen und beraten SOS-Mitarbeiter 630 Kinder und 170 allein stehende Mütter.


Vor dem SOS-Zentrum in Abu Shok: Eine SOS-Mitarbeiterin mit einem Kind - Foto: SOS

Besonders gefährdet: alleinstehende Mütter

In den SOS-Zentren können allein stehende Mütter Handarbeiten erlernen, mit denen sie sich im Camp ihren Lebensunterhalt verdienen können. Frauen, die nicht durch einen Familienverband geschützt sind, sind besonders gefährdet. Vor allem wenn sie die relativ sicheren Camps verlassen, um zum Beispiel Feuerholz zu sammeln, stehen Entführungen und Vergewaltigungen an der Tagesordnung.


Quelle: http://www.sos-kinderdorf.de/


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